Janice

Biografie

Als Janice im April 2016 ihre erste Single »Don’t Need To« veröffentlichte, ging plötzlich alles sehr, sehr schnell. So wie es eben geschieht, wenn die richtigen Dinge zum richtigen Zeitpunkt zusammenkommen. »Don’t Need To« traf mit seiner packenden Melodie und Janices einzigartiger Stimme einen Nerv und verbreitete sich in Windeseile in der ganzen Welt. Die gefeierte Debütsingle wurde vom schwedischen Radiosender P3 in die Liste der besten Songs des Jahres 2016 aufgenommen und die Tageszeitung »Dagens Nyheter« präsentierte die junge Sängerin und Songwriterin als einen von vier potenziellen Shootingstars für das Jahr 2017.

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Sie ging ins Studio, um Songs zu schreiben und ihren perfekten persönlichen Ausdruck zu finden – mit dem Ziel, eine EP aufzunehmen. Doch »Don’t Need To« hatte international bereits für zu viel Wirbel gesorgt. Die Plattenlabels sahen in ihr einen kommenden Superstar. Four Music/Sony Music Germany fackelte nicht lange und nahm sie unter Vertrag. Ein Album nahm langsam Gestalt an und alles fügte sich zum anderen. Aus der Single wurde eine EP, u.a. mit großartigen Remixen von Rytmeklubben, Cape Lion, Taragana, Pyjarama and Cry Boy Cry.

Im Verlauf des Jahres 2016 pendelte Janice zwischen Stockholm und London hin und her, arbeitete u.a. mit Songwritern und Produzenten wie dem Schweden Hyena (Elias, Erik Rapp, Hello Saferide) dem UK-Duo Honne, dem britischen Sänger und Songwriter Javeon Mccarthy und dem Londoner Produzenten Two Inch Punch (Sam Smith, Years & Years, Damon Albarn). Gemeinsam kreierten sie Musik von einer Art hoffungsvoller Finsternis, erleuchtet von einem gleißenden Licht. Die Songs sind geprägt von fetten Beats und einer tighten Produktion – mit Janices unverwechselbarer, zerbrechlichen Soulstimme stets im Zentrum. Ihre Texte handeln von alltäglichen Geschehnissen und Gedanken, die intime Bilder entwerfen, deren Inspiration von Bettgesprächen bis hin zu Tagebucheinträgen herrührt.

Janice wurde 1994 geboren und wuchs in Stockholm in einer musikliebenden Familie auf. Der Gesang ihres Vaters und die Bässe aus der Stereoanlage ihres Bruders bildeten dabei den Soundtrack ihrer Kindheit und Jugend. Ihren ersten Song, komplett mit eigenem Text und Akkorden, schrieb sie während ihrer Highschool-Zeit an der schwedischen Musikhochschule Kulturama. Ein Stück, auf das sie heute noch sehr stolz ist.

Auch wenn ihr Herz dem Soul und R&B gehört, so gilt auch bei Janice: ein guter Song ist ein guter Song – das Genre ist dabei zweitrangig. Inspiration dafür findet sich überall: in Beziehungen, Erinnerungen und großartigen Sounds. Die Liebe zur Musik und die Freude am Singen verdankt sie Whitney Houston. »The Voice« war aber nicht nur ein musikalisches Idol, Janice verspürte auch eine starke, emotionale Verbindung zum Menschen hinter der Stimme und ihrer Vorbildfunktion als starke, schwarze Frau. Zu den Menschen, die sie von frühester Kindheit an bewunderte, zählten auch Prince und Michael Jackson.

Das entscheidende Schlüsselerlebnis in ihrem Leben bescherte ihr allerdings der Tensta Gospel Choir. Nicht nur, weil er ihre musikalische Entwicklung prägte und sie dort ihre Stimme fand, sondern weil der Chor eine Gemeinschaft war, in der ihr die Liebe für Gospelmusik und die Gruppendynamik Raum für ihre persönliche Weiterentwicklung bot. Ein sicherer Ort, an dem selbst persönlichste Aspekte ihren Platz haben durften. Wo es möglich war, Gefühle zu zeigen und diese ernst genommen wurden. Eine Art Kindergarten für Künstler. Hier nahm alles seinen Anfang. Janice war sechzehn.

Das hochemotionale »Answer« war der erste Song, den sie zusammen mit Andreas Söderlund (aka Hyena) und Joel Sjöö schrieb. Das Lied ist von tiefer Trauer geprägt, im Text richtet sich Janice an ihren Vater, der sich vier Jahre zuvor das Leben genommen hatte. Die Melodie hatte sie bereits seit einer ganzen Weile in ihrem Kopf und als sie die Akkorde auf dem Klavier spielte, sprudelten die Worte nur so aus ihr heraus, ganz unterbewusst, als eine Art spontane, emotionale Reaktion. Persönliche Dinge mitzuteilen ist allerdings nicht nur ein Weg, sich Gefühlen zu stellen, die man schon lange in sich trägt. Für Janice ist Musik das am besten geeignete Werkzeug, um schwierige Themen anzusprechen und eine Begegnung mit dem Hörer zu ermöglichen.

Der Wille, die Welt zu verändern und Licht in der Finsternis zu finden, war der Ausgangspunkt ihrer Arbeit. Songs können sich entwickeln, wenn man sie alleine für sich zu Hause singt, oder aber auch in Gesprächen im Studio, wenn diskutiert wird, welches derzeit die besten Lieder sind. Das ganze Album wurde organisch aufgebaut und entwickelt, mit dem Ziel, zu zeigen, wer Janice ist. Den Texten und der Musik gelingt es, ein Gefühl zu erzeugen, das, Ton für Ton, nach und nach, ein Gesamtbild der Künstlerin ergibt. Und irgendwo zwischen Euphorie und Melancholie wird die Atmosphäre elektrisierend.

Letzten Endes geht es immer nur um große Songs. Die Simplizität erhält bei Janice dabei stets den Vorzug. Und wenn man weiß, dass eine Stimme in ihrem Kopf ihr immer sagt, dass sie nichts außer einem Mikrophon benötigt, dann versteht man auch, wieso.

Ihr nächstes Ziel ist der Madison Square Garden. Und es gibt keinen Plan B. Wir sehen uns dort.

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